Von “Null Ahnung” zu etwas Komplexität? Gehirn-gerechte Einführung in die Komplexitäts-Theorie.
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1. These: Das generalisierte Bedürfnis nach Sicherheit ist ein neues Phänomen.
Erst mit Einzug der Mathematik und der Naturwissenschaften fing der Mensch an zu Glauben er hätte einen Anspruch auf Sicherheit. Diese Sicherheit existiert erst seit kurzer Zeit in der Menschheitsgeschichte und nur in den entsprechenden Modellen. Da wir aber in dieser Zeit geboren und erzogen wurden, glauben wir, dass diese Modelle die ganze Wahrheit repräsentieren. Deswegen Leben wir in einer Welt, die wir als geordnet konstruieren. Daraus generieren wir das Gefühl von Sicherheit. Mit den neueren Erkenntnissen der Physik scheint sich dieses Zeitalter der Ordnung und Sicherheit zu verabschieden.
2. These: Komplexität im Kontinuum
Es gibt ein Kontinuum zwischen Ordnung und Chaos, in dessen mittleren Bereich die Komplexität angesiedelt ist. Als Metapher wird die Komplexität mit dem Leben gleichgesetzt an dessen Ränder (Tod) auf der Seite der Ordnung die Erstarrung droht und auf der Seite des Chaos die Auflösung.
3. These: Informationsdimensionen
Der Information kann in einer Breite und Tiefe gedacht werden. Eine Aussage in einer unbekannten Sprache wird beim Hörer keine Tiefe erzeugen, auch wenn die Aussage eine gewisse Breite erreicht. Im Gegensatz dazu kann ein Märchen oder eine komplexe Metapher auch bei geringer Breite beim Hörer eine große Tiefe erzeugen. Die Tiefe ist die Menge der Assoziationen, die der Hörer bei einer bestimmten Informationsbreite erzeugen kann. Die Informationstiefe ist also abhängig von der Erfahrung des Hörers und sie ist bei einer mittleren Komplexität am größten. Eine Information im Bereich der Ordnung enthält keine Möglichkeit für eigene Assoziationen (Schritt für Schritt Anleitung), wohingegen ein Gedicht in einer fremden Sprache oder die Gedanken eines Schizophrenen womöglich alle Assoziationen gleichermaßen zulassen würden (Chaos).
4. These: In Komplexen Systemen gilt: Das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile.
Ameisen können Gruppenverhalten entwickeln, ohne das eine einzelne Ameise die Möglichkeit hätte ein entsprechendes Verhalten zu lernen.
Wärme ist die schnelle Bewegung vieler Moleküle. Aber die Temperatur wohnt keinem einzigen der Moleküle inne.
Begriff: Emergenz -> neues Phänomen eines Systems, das keinem der Teile innewohnt.
5. These: Komplexe Systeme werden durch wenige einfache Regeln am besten gesteuert.
Die Schwarmintelligenz von Ameisen oder Zugvögeln kann am besten simuliert werden, wenn man sich auf wenige Regeln beschränkt. So ist es auch Ameisen, die kein Gehirn besitzen, möglich komplexe Aufgaben zu erfüllen.
Auch Menschengruppen ist es möglich, durch wenige einfache Regeln gemeinsam schnell komplexe Aufgaben zu lösen.
6. These: Führung durch Nutzung der Schwarmintelligenz
Die Führung sollte nur das Ziel vorgeben. Die Angestellten sollen dann die wenigen einfachen Regeln selbst finden.
7. These: Attraktor
Menschen mit “Tiefe” sind Attraktoren, zu denen sich andere Menschen hin gezogen fühlen.
1. Fazit: Unser Unterbewusstsein kann Komplexität, unser Bewusstsein nicht.
Mehr lassen … mehr zulassen.
Kinesiologische Muskeltests nutzen!
Pendeln! ->
2. Fazit: Mehr Mut haben. Unsicherheit zulassen.
Informationen auf Tiefe prüfen.
Tiefe in der Beziehung und Persönlichkeit entwickeln.
Schlagwörter: Erkenntnistheorie, Komplexität, Quantenphysik