Das Web2.0 hat eine Ikone erschaffen. So scheint es und so pfeifen es jetzt auch die klassischen Medien aus allen Kanälen. Auch gerade die, die sonst laut schreien, dass den Informationen aus Webquellen nicht zu trauen sei, finden es in diesem Fall doch „glaubwürdig“.
Hintergrund:
„Sterben live: Im Internet ist der erschütternde Tod einer Frau auf offener Straße zu sehen, offenkundig eine Szene aus dem aufgewühlten Setting dieser Teheraner Tage, aber Fernsehen und Zeitungen verbreiten diese ungeheuer symbolhaltigen Szenen während des gesamten Wochenendes nicht. Mit aller Moral des seriösen Journalismus wehren sich die klassischen Medien gegen die Macht dieser Bilder – und stecken in einem beispiellosen Dilemma. Zwar ist das Internet angesichts der vielfältigen Berichterstattungshemmnisse durch die iranischen Behörden das einzig verbleibende freie und zudem unablässig Material liefernde Medium; als sichere Quelle aber eignet es sich nur beschränkt, weil die Herkunft seiner Bilder oft nicht überprüft werden kann. Andererseits: Wer etwa könnte so perfide sein, aus welch freiheitsdurstigen Motiven auch immer in diesen Tagen mit einem trickreich inszenierten Video den Widerstandsgeist anzustacheln – einem Video, in dem eine Frau ihr Sterben bloß spielt?“ [1]
Wer könnte so perfide sein, ein solches Video zu fälschen, fragt „Die Zeit Online“. Beantwortet wird diese interessante Frage allerdings nicht. Beim Leser wir das Vakuum gleich gefüllt mit Argumenten, weswegen am den Bildern aus dem Iran doch trauen könne.
Mir aber fällt dabei noch was anderes ein…
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